Ostsee kulinarisch erleben
Seite 1 von 3 Über das Essen und Trinken ...![]() ... wusste schon anno 1795 der Rügenreisende Johann Friedrich Zöllner zu berichten, als er auf Stubbenkammer ein »Rügensches Frühstück« vorgesetzt bekam: geräucherter Aal, Schinken, Pökelfleisch, Kalbsbraten, Zunge mit Portwein und Branntwein. Im eigenen Kochtopf der Inselbewohner sah es dagegen in jener Zeit wesentlich bescheidener aus. Von Mönchgut weiß man um 1850: Morgens gab es gesalzenen oder gedörrten Fisch, nun schon mit Kartoffeln, nachmittags Kornkaffee mit Butter- und Schmalzbrot, abends Gerstensuppe und Hering mit Kartoffeln. Ein Sonntagsgericht war Eier-kuchen mit Backpflaumen. Frisches Mittagessen gab es meist nur zweimal die Woche. Kaum Gemüse, denn »Grönfauder ät wi nich«, außer fein geschnittenen Kohl mit Gerst- oder Buchweizengrütze und etwas Pökelfleisch, dass fand man durchaus passig. Und heute?… ![]() Heringsfischer Parchow am Südstrand
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