Wellnesslexikon
Akupunktur Autogenes Training Bewegungstherapie Dampfbäder Fangokur Fünf Tibeter Heilfasten Hydrotherapie Klimakur Lymphdrainage Physiotherapie Reiki Thalassotherapie
Akupunktur:
Traditionelle chinesische Heiltherapie, bei der Akupunkturpunkte –über 300 sollen über den ganzen Körper auf den Meridianen (Energiebahnen) verteilt sein –mit bis zu 20 feinen, biegsamen Nadeln stimuliert werden. Der Einstich kann ein leichtes Ziehen, ein Druckgefühl und selten auch Schmerzen auslösen. Dadurch soll die Lebensenergie, das "Qi", in den Meridianen wieder zum Fließen gebracht und die "Leere" beziehungsweise "Überfülle" in "Yin" und "Yang" ausgeglichen werden. So sollen Kopfschmerzen, funktionelle und psychosomatische Erkrankungen sowie Schmerzen des Bewegungsapparats beseitigt werden. Vorab sollte eine ärztliche Diagnose erfolgen.
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Autogenes Training:
Klassische autosuggestive Entspannungsmethode. Man konzentriert sich im Sitzen oder Liegen auf einzelne Körperteile und sagt sich Formeln ("Mein linker Arm wird schwer") vor. Dabei stellt man sich Empfindungen von Schwere, Wärme oder Kühle vor und entspannt sich. Sechs Grundübungen beziehen sich auf die Herz- Kreislauf- Schwierigkeiten bei Erschöpfung.
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Bewegungstherapie:
Gezielte, exakt dosierte Bewegungsformen, die auf den Trainingszustand bzw. die Erkrankung zugeschnitten sind, um Ausdauer, Kraft, Koordination und Beweglichkeit zu trainieren. Die Belastung des Muskels sollte so angepasst werden, dass er seinen Sauerstoffbedarf noch aus dem Blut decken kann, der Stoffwechsel also aerob ist. Wichtig: das Aufwärmen mit Dehnübungen. Langsam beginnen, Überanstrengung vermeiden, genügend Ruhepausen einlegen und langsam ausklingen lassen. Regelmäßiges körperliches Training drei bis viermal pro Woche, mindestens 20, besser 40 Minuten stärkt den Kreislauf, das Herz, die Atmung und den gesamten Bewegungs- und Stützapparat. Es fördert die Anpassungsfähigkeit und erhöht die körperliche Leistungsfähigkeit. Das Training der Koordination schützt vor Unfällen und Stürzen. Durch Ausdauertraining und gezielte Krankengymnastik wird die im Alter abnehmende Beweglichkeit und Gelenkigkeit erhöht. Die Kräftigung der Rücken- und Bauchmuskeln mit Ausdauertraining und regelmäßiger Gymnastik ist besonders wichtig bei Rückenschmerzen.
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Dampfbäder:
Schwitzbad durch Wasserdampf bei einer Temperatur von 37,5 bis 60°C. Es wird unterschieden zwischen Teildampfbädern, Volldampfbädern, einem russisch- türkischen, russisch- römischen, einem finnischen und einem irisch- römischen Bad. Bei Teilbädern wird der Dampf auf einzelne Körperpartien gelenkt, beim Kopfbad wird nur der Kopf bearbeitet und beim Dampfkastenbad lediglich der Kopf ausgespart. Bei Volldampfbädern wird ein ganzer Raum unter Dampf gesetzt. Beim finnischen Bad (Sauna) handelt es sich um trockene Heißluft mit gelegentlichen Dampfstößen in Form von Aufgüssen. Das russisch- türkische Bad besteht aus einem Dampfbad in einem Raum mit Kabinen oder verschiedenen Etagen. Ein russisch- Römisches Bad besteht aus mehreren Räumen mit unterschiedlichen Temperaturen. Beim irisch- römischen Bad wird gewechselt zwischen Heißluft- und Dampfbadräumen unterschiedlicher Temperaturen.
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Fangokur:
Packungen mit Heilschlamm aus Tonerde vulkanischen Ursprungs. Fango bindet besonders gut Wärme und Kälte. Er wird in Verbindung mit Paraffin als Körperpackung in Massagepraxen verwandt. Der Originalschlamm wird körperwarm oder heiß zu Bädern, Pulver mit Heilwasser oder Packungen verarbeitet. Hauptanwendungen bei Rheuma, ergänzt durch Massagen und Thermalbäder.
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Fünf Tibeter:
Fünf Übungen, kombiniert aus yogaähnlichen Haltungen und Gymnastik, die von tibetanischen Mönchen stammen sollen. Zunächst wird jede Übung dreimal durchgeführt, später einundzwanzigmal. Nach hinduistischer Meinung sollen die Energiezentren, die Chakren des Körpers angeregt und harmonisiert werden. Die Hormondrüsen sollen z.B. verstärkt arbeiten. Die Übungen sollen aktivieren und ein langes, gesundes Leben bewirken. Eine regelmäßige Anwendung kann zu einem intensiven Körperempfinden führen. Die Konzentration auf die Übungen und intensives Atmen können entspannen und das Wohlbefinden fördern.
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Heilfasten:
Einschränkung der Nahrungsmittelzufuhr, nicht primär zur Gewichtsreduktion, sondern zur Behandlung von Stoffwechselkrankheiten und chronischen Erkrankungen. Sollte nach ärztlicher Rücksprache durchgeführt werden. Es gibt verschiedene Methoden, z.B. Buchinger Fasten als Heilfasten mit Fruchtsäften, Gemüsebrühe und Tee, auch ergänzt durch Bewegungs-, Physio- und Psychotherapie, Entspannung und Gesundheitsschulung. Die Theorien über Entgiftung und Entschlackung sind wissenschaftlich nicht belegt. Heilfasten kann auch Gesunden empfohlen werden. Es kann die Möglichkeit zur Selbsterfahrung sein und Impuls für Änderung des Lebensstils und gesundheitsbewusster Lebensführung.
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Hydrotherapie:
Reize durch Wasseranwendungen –flüssig oder als Dampf- um den Stoffwechsel und Kreislauf anzuregen, das Immunsystem zu stärken und Schmerzen zu lindern. Durch Waschungen, Abreibungen, ansteigende Teilbäder, wechselwarme Fußbäder, kalte Güsse oder Wassertreten werden milde Reize eingesetzt. Mittelstarke Reize entstehen durch ansteigende Bein-, Sitz- oder Halbbäder, wechselwarme Sitzbäder, kaltes Reibesitzbad, feuchte Dreiviertelpackungen mit mittlerer Liegedauer oder Sauna. Die große Hydrotherapie umfasst Überwärmungsbäder, kalte und heiße Vollblitzgüsse, Dampfbäder und langanliegende feuchte Dreiviertel- oder Ganzpackungen und bewirkt starke Reize.
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Klimakur:
Behandlung durch Klimareize, mit Luft- und Sonnenbädern in frischer Luft zunehmend als Terrainkur mit bewegungstherapeutischen Ansätzen.
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Lymphdrainage:
Entspannende, sanfte Streichmassage in großflächigen und kreisförmigen, langsamen und drucklosen Bewegungen mit den Fingerkuppen auf der Haut in Richtung der Lymphbahnen. Dadurch wird Gewebeflüssigkeit zur Körpermitte verschoben und (Gesichts- und Augen-) Schwellungen sollen abgebaut werden. Sie soll sinnvoll sein bei Blutergüssen, Knochenbrüchen, Menstruations- und sonstigen Beschwerden.
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Physiotherapie:
Behandlung gestörter physiologischer Funktionen mit natürlichen Mitteln wie Wasser, Luft, Licht, Elektrizität, Kälte, Wärme, Krankengymnastik, Massagen und Heilquellen. Sie dient der gezielten Behandlung und Linderung von chronischen und akuten Erkrankungen.
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Reiki:
Japanische Methode, die auf die Beseitigung von "Energieblockaden", Stress, mentalen Problemen, funktionellen Störungen und Schmerzen abzielt und gegen Muskelverspannungen, Schlafstörungen, Rheuma und hohen Blutdruck helfen soll. Bei dieser so genannten "Regulationstherapie" sollen dem angekleideten Patienten durch Handauflegen auf bestimmte Körperstellen, die sieben Energiezentren (Chakren), der Energiefluss harmonisiert und die Selbstheilungskräfte aktiviert werden. Die Heilwirkungen sind nicht seriös dokumentiert.
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Thalassotherapie:
Vom griechischen "thalassa" (Meer). Thalassotherapie bedeutet die Behandlung mit den Heilfaktoren des Meeres –Meeresklima, Meerwasser oder Meeresschlick. Es wirken Klimareiz, Meersalz und Spurenelemente wie Jod. Bei Thalassokuren in der Nähe der Küste wird zu Beginn ein mit dem Arzt abgestimmter Behandlungsplan festgelegt. Die klassische Thalassotherapie sieht drei bis vier Einzelbehandlungen vor: Algenanwendungen, Wassergymnastik im Meerwasser- Schwimmbecken, Meerwasser- Sprühduschen, Massagen, Unterwasser- Druckstrahlmassagen, Strahlduschen, (Sprudel-) Bäder, Schlickanwendung, Meerwasser- Aerosole (Inhalieren von mit ätherischen Ölen angereichertem Meerwasser- Nebelgemisch) oder Heilgymnastik. Die Thalassotherapie soll bei chronischen Erkrankungen der Atemwege, der Haut, bei Kreislauflabilität, Gelenkkrankheiten und Entwicklungsstörungen bei Kindern Besserung versprechen.
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