Küstenschutz

Sonnenuntergang Strand in Sellin auf Rügen

Die Natur der Insel Rügen ist ein Organismus

Es ist die Natur, die Rügen so attraktiv macht – und dies auch schon seit Jahrhunderten. Nachdem Pastor Kosegarten im 19. Jahrhundert seinen Freunden von der Schönheit der Insel berichtet hatte, kamen sie und machten Rügen zu einem Thema der Romantik. Hügelgräber und Steilküsten, dunkle Buchenwälder und mittelalterliche Kirchen, Himmel über Boddenlandschaft – das waren die Themen der Maler, zu denen außer Caspar David Friedrich zahlreiche andere Vertreter der deutschen Romantik gehörten. Sie liebten das Ursprüngliche an der Natur und wenn es gefährlich war – umso besser. Noch heute ist viel von dem Reiz der Landschaft erhalten, doch auch die Gefahren sind Teil einer Landschaft, die lebendig ist.

Wie aus der Rügener Steilküste schöner Badestrand wurde

Die meisten Rügenurlauber besuchen Sellin und das Selliner Hügelland, weil sie die Natur lieben. Besonders schön ist diese dann, wenn sie ursprünglich ist und nur wenig in die natürlichen Prozesse eingegriffen wird. Kaum bekannt ist hingegen, dass auch die Steilküstenabbrüche natürliche Phänomene der Küstendynamik sind. Flache sandige Küsten, wie der Selliner Südstrand entstanden durch Abbrüche. In den vergangenen 150 Jahren ist in Sellin, wie an allen Steilküsten der Insel Rügen, die Küste um rund 80 Meter zurückgegangen. Fundierte Küstenschutzmaßnahmen und Sicherheitsmaßnahmen sorgen dafür, dass Urlauber dennoch entspannt ihre Ferien genießen können. Vor eventuellen Gefahren warnen auf ganz Rügen deutlich sichtbar Hinweisschilder, die unbedingt zu beachten sind.

Das Nationalpark-Zentrum KÖNIGSSTUHL veröffentlicht je nach Witterung Risikohinweise, die täglich unter www.koenigsstuhl.com zu lesen sind.