Heiraten in Sellin: Hinter den Kulissen

Festtagsstimmung zum Banquett auf der Selliner Seebrücke
Festtagsstimmung zum Banquett auf der Selliner Seebrücke

Eigentlich geht es nur um einen einzigen Tag im Leben. Doch am Tag der Hochzeit soll alles perfekt sein. Die Heirat hat bis heute nichts von seiner Bedeutung verloren. Vielleicht legen Verliebte sogar besonders viel Wert darauf, dass der Hochzeitstag unvergesslich bleibt. Es gibt nur noch wenige Rituale die Gemeinschaft schaffen und Erinnerungsmomente liefern. Darum engagieren viele Paare einen „Wedding-Planer“ – auch, wenn sie auf der Selliner Seebrücke heiraten,

Jede Planung ist nur so gut, wie die Menschen, von denen die großartige Ideen umgesetzt werden. Und das Team der Selliner Seebrücke um den jungen Chef Wilhelm Wolff, ist wirklich gut. Rund 250 Hochzeiten finden in diesem Jahr auf dem Wahrzeichen der Insel Rügen statt. 70 % der Paare wollen im Sommer heiraten. Und alle wünschen sich eine einzigartige Betreuung. Mandy Arnold von der Seebrücke Sellin ist diejenige, bei der alle Fäden zusammenlaufen. Die Bankettmanagerin organisiert das Fotoshooting und den Sektempfang. Sie bestellt weiße Tauben, die in den Ostseehimmel flattern und die Fahrt mit Oldtimer, Kutsche oder Hanomag. Auch die Termine beim Hochzeitsfriseur und das nächtliche Feuerwerk werden von ihr organisiert. „Ich bin stolz darauf, dass wir fast alles, was Hochzeitspaare sich wünschen, auf professionellem Niveau mit unseren Partnern in Sellin organisieren können“, so Arnold.

Das Serviceteam sorgt dafür dass in den verschiedenen gastronomischen Bereichen alle Gäste zufrieden sind. „Die größte Herausforderung ist für uns immer das Timing. Manchmal heiraten mehrere Paare an einem einzigen Tag, oft dauern die festlichen Ansprachen länger, als geplant oder es geschieht etwas Unvorhergesehenes. Darauf muss das ganze Team sich einstellen können – von der Küche bis zum Service“. Die erste Trauung in dem Standesamt im Baltic Saal hoch über der Ostsee findet meistens um 11 Uhr statt. Anschließend wird ein Hugo serviert oder ein Aperol Spritz und häufig Kanapees.

Wenn die Hochzeitsgesellschaft um 18 Uhr nach einem ereignisreichen Tag zum Feiern wieder kommt, steht das Büfett nach Wunsch schon bereit. Mandy Arnold hat mit den Gästen vorher besprochen, welche kulinarischen Überraschungen es enthalten soll und ob der Küchenchef es zu einem bestimmen Thema vorbereiten soll. So wie der amerikanische „Wedding“-Planer, ist auch der neudeutsche Brauch, eine Hochzeitstorte feierlich gemeinsam anzuschneiden, für Paare normal geworden. „Keine Hochzeit ist wie die andere, das macht unsere Arbeit so interessant“, so Wilhelm Wolff. Schon um 5 Uhr morgens wird in der Küche gearbeitet, um 8 Uhr sorgt die Haustechnik dafür, dass alle Lautsprecher funktionieren und oft wird bis um 3.30 Uhr getanzt. Wenn das Personal mit Aufräumen fertig ist, treffen sie schon die ersten Frühsportler am Selliner Ostseestrand.

Bei den Hochzeiten sammeln die Mitarbeiter der Seebrücke Erfahrungen. So sind sie gerüstet für das Tagesgeschäft in der Saison. „Wenn die Sonne scheint, kommen unsere Gäste von allen Seiten. Sie kommen in Badesachen hungrig direkt vom Strand oder ganz entspannt von den Ausflugsschiffen, die an der Seebrücke festmachen. Tagesgäste, die das Wahrzeichen der Insel Rügen sehen wollen sind ebenso dabei, wie unangemeldete Bustouristen mit wenig Zeit“, erzählt Wilhelm Wolff. „Doch wir sind ein stabiles Team und geübt darin, auf jeden Gast individuell einzugehen“. „Außerdem haben wir gute Beinmuskeln. Die brauchen wir auch, denn rund 17 Kilometer läuft ein Kellner der Seebrücke in der Hauptsaison am Tag“.